Kreisfeuerwehrverband Euskirchen e.V.

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Wehrleiter Willi Heck verabschiedet

BLANKENHEIM. Mit einem großen Zapfenstreich wurde am Freitagabend, 19. April 2013 der langjährige Leiter der Gemeindefeuerwehr Blankenheim, Gemeindebrandinspektor Willi Heck verabschiedet. Gleichzeitig wurden dessen bisheriger Nachfolger Alfred Reintges sowie Stellvertreter Tim Klein offiziell in ihre neuen Ämter eingeführt.

Die große Aula im Schulzentrum am Finkenberg war dicht gefüllt, als Bürgermeister Rolf Hartmann im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Verwaltung, vor allem aber vor einer stattlichen Anzahl von Mitglieder der Gemeindefeuerwehr, seine Laudatio auf den scheidenden Wehrleiter hielt. 1965 trat Willi Heck im Alter von 15 Jahren in die Feuerwehr Dollendorf ein, wurde 1976 Truppführer, neun Jahre später Gruppenführer und wechselte 1987 in die Löschgruppe Blankenheimerdorf. Dort setzte sich seine Karriere fort, bis er 1991 zum Leiter der Feuerwehr bestellt wurde. 2012 erhielt Gemeindebrandinspektor Willi Heck für sein Wirken sogar die Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 21. April 2013 um 09:20 Uhr Weiterlesen...
 

Delegierte verabschiedeten neue Satzung

NIEDERELVENICH. Die Beschlussfassung über eine neue Satzung stand im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Euskirchen, die am Mittwochabend, 17. April im Dorfgemeinschaftshaus in Niederelvenich stattfand. Dabei sprachen sich die Stimmberechtigten für die geplante Novellierung aus. Die bisherigen Funktionsträger verbleiben zunächst im Amt. Im Zuge einer zweiten Delegiertenversammlung am 9. September 2013 in der Kreisstadt Euskirchen finden dann Neuwahlen statt.

Begrüßen konnte Kreisbrandmeister Udo Crespin neben den Delegierten auch Ehrengäste, darunter die beiden ehemaligen Leiter der Feuerwehren Blankenheim, Dahlem und Weilerswist, Günter Wutgen, Peter Franke und Peter Ditz sowie den ehemaligen Kreisbrandmeister "Willi" Fuchs. Der Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes, Gemeindebrandinspektor Bernd Züll, führte im Anschluss durch das Programm.

Der Zülpicher Bürgermeister Albert Bergmann würdigte in seinem Grußwort das Engagement der Feuerwehr, deren Aufgaben in den vergangenen Jahren komplexer geworden seien. Das große Problem der Zukunft werde in Zeiten sozialer Netzwerke die Mitgliedergewinnung sein, befand Bergmann, der auch einen Appell an die Arbeitsgeber richtete, die Freiwilligen Feuerwehren zu fördern.

Die Stadt Zülpich versuche bereits, bei der Einstellung neuen Personals ehrenamtliche Mitglieder der Feuerwehren zu berücksichtigen. Eine große Aufgabe der Politik werde es sein, den Feuerschutz zu fördern und trotz angespannter Haushaltslage wie in der Römerstadt den Brandschutzbedarfsplan umzusetzen. "Das kostet Geld", so der Bürgermeister. Stadtbrandinspektor Hardy stellte im Anschluss die

Jahresstatistik für das Jahr 2012 vor, die Sie hier herunterladen können.

Das umfangreiche Zahlenwerk wird seit Jahren durch Hardy aufbereitet und beschreibt Entwicklungen im Feuerschutz des Kreises. Die prägnantesten Zahlen seien an dieser Stelle genannt: In den Einsatzabteilungen waren 2.618 Ehrenamtliche aktiv. Die Jugendfeuerwehren zählten 710, die Ehrenabteilungen 1.009 Mitglieder. Das Durchschnittsalter der Feuerwehrangehörigen beträgt kreisweit etwa 31 Jahre, wobei die Feuerwehr Kall mit rund 28 Jahren den jüngsten und die Feuerwehr Zülpich mit rund 35 Jahren den ältesten Durchschnitt aufweist.

In 2012 nahmen 1.132 Feuerwehrangehörige an Lehrgängen teil, wobei etwa die Hälfte der Fortbildungsveranstaltungen innerhalb der Kommunen durchgeführt wurden. Der Fahrzeugbestand summierte sich auf 253 Fahrzeuge, die ein Gesamtalter von 3399 Jahren und ein Durchschnittsalter von 13,7 Jahren aufweisen. Vier Fahrzeuge sind älter als 40 Jahre, zehn alter als 30 Jahre, 25 älter als 25 Jahre und 64 älter als 20 Jahre. Etwa drei Viertel der Feuerwehrangehörigen wird über Funkmeldeempfänger alarmiert. In 2012 wurden die ersten Einsatzfahrzeuge mit Digitalfunkgeräten ausgestattet.

Die Einsatzstatistik wies 2.631 Einsätze aus, die sich u. a. in 250 Brände - darunter 28 Großbrände - 1.205 Technische Hilfeleistungen, 378 ABC-Einsätze und 258 Fehlalarme aufteilten. 319 Menschen konnten aus Notlagen gerettet werden. Für 18 kam jede Hilfe zu spät.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. April 2013 um 10:12 Uhr
 

Diskussion zu Kinderfeuerwehren

KREIS EUKSIRCHEN. Nach einem Vorstoß der CDU-Fraktion im Landtag, im Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (FSHG NRW) die Einrichtung von Kinderfeuerwehren zu verankern, kam es auch im Kreis Euskirchen zu einer Medienberichterstattung zu dem Thema.

In dem Gesetzentwurf heißt es wörtlich: "Durch eine Neufassung des § 9 wird zugelassen, dass Kinder im Alter von sechs bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres in Kinderfeuerwehren an die Tätigkeiten der Freiwilligen Feuerwehren herangeführt werden können."

Der Kreisfeuerwehrverband hat sich zu der Frage wie folgt positioniert: "Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kann die Einrichtung von Kinderfeuerwehren eine Option sein, weitere Mitglieder für die Freiwilligen Feuerwehren zu gewinnen. Allerdings gibt es bislang kein Konzept, das die Umsetzung dieses Gedanken beschreibt. Die Betreuung von Kindern ab dem sechsten Lebensjahr stellt eine besondere Herausforderung in pädagogischer und personeller Hinsicht dar. Ungewiss ist etwa, wie Betreuerinnen und Betreuer sachgerecht qualifiziert oder wie Ausbildungsdienste tagsüber organisiert werden können.

Zurzeit engagieren sich 169 Jugendwarte, Stellvertreter und Helfer in der Nachwuchsarbeit. Kreisweit zählen wir rund 710 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren."
 


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