Kreisfeuerwehrverband Euskirchen e.V.

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Start KFV Euskirchen Geschichte

Chronik

Vorwort

Chronik des KFV Euskirchen von 1901 bis 1934
von JOHANNES-WILHELM FUCHS

Aus den beiden Protokollbüchern des Kreisfeuerwehrverbandes sind einige interessante Daten und Angaben in Kurzform zusammengefasst. Die Original-Protokollbücher und die dazugehörigen gedruckten Texte befinden sich im Kreisarchiv in Euskirchen. Zum besseren Verständnis einiger Angaben in der Chronik besonders hinsichtlich der Ortschaften ist ein kurzer Rückblick auf die Kreise und deren Änderungen erforderlich. Der Kreis Euskirchen von 1901 unterscheidet sich erheblich von dem heutigen Kreis Euskirchen. Im Okt. 1932 wurde der Kreis Rheinbach aufgelöst und der westliche Teil mit Stadt und Amt Münstereifel, Flamersheim, Kuchenheim, Esch (Dom-Esch), Müggenhausen bis kurz vor Metternich kamen zum Kreis Euskirchen. Nach der kommunalen Neugliederung - 01. Juli 1969 - wurde am 01. Jan. 1971 auch der Kreis Schleiden aufgelöst und größtenteils dem Kreis Euskirchen angegliedert. Nach der zweiten Gebietsreform vom 01. Jan. 1975 wurde die Erftstadt - entstanden aus ehemals 13 selbständigen Gemeinden des nördlichen Kreises Euskirchen - dem Erftkreis zugeordnet.

Statuten (Satzung) von 1901

§1 Der Verband führt den Namen: Feuerwehr-Verband des Kreises Euskirchen.

§2 Zweck des Verbandes ist: durch regen Verkehr innerhalb der dem Kreise Euskirchen angehörenden freiwilligen Feuerwehren ein zielbewußtes und ersprießliches Arbeiten unter Zugrundlage der vom Feuerwehrverband der Rheinprovinz gegebenen Vorschriften zu ermöglichen und den Verkehr mit diesem Verband zu erleichtern.

§3 Um dieses zu erreichen, sollen nach Bedarf Sitzungen des Verbands-Ausschusses (mindestens aber zwei) stattfinden, um etwa eingegangene Gesuche, Vorschläge, Verordnungen und dergleichen zu prüfen und eingehende Schriftstücke zu erledigen.

§4 Insbesondere soll darüber gewacht werden, daß die Vorschriften und Anordnungen des Feuerwehr-Verbandes der Rheinprovinz strickte und pünktlich durchgeführt werden, um ein gedeihliches und förderliches Zusammenarbeiten zu ermöglichen, namentlich ist auch auf die Dienst-Instruktionen besonders Wert zu legen.

§5 Der Ausschuß des Kreis-Verbandes übernimmt auf Wunsch der Wehren den direkten Verkehr, sowohl mit den zuständigen Behörden, wie auch mit dem Feuerwehrverband der Rheinprovinz u. sind diesbezügliche Wünsche dem Vorsitzenden des Ausschusses mitzuteilen. Die Leitung des Kreisverbandes übernimmt der Ausschuß bzw. dessen Vorsitzender, welcher im Einvernehmen mit demselben die Sitzungen anberaumt u. dessen Beschlüsse für die Wehr des Kreisverbandes bindend sind.

§6 Der Ausschuß bildet sich aus den Vorständen der dem Kreisverband angehörenden Wehren und soll im Ausschuß jede Wehr vertreten sein. Der Ausschuß wählt unter sich einen Vorsitzenden, einen stellvertretenden Vorsitzenden, welcher im Behinderungsfalle des 1. Vorsitzenden dessen Funktionen übernimmt und ferner einen Schriftführer, welcher die Protokolle, die erforderlichen schriftlichen Arbeiten u. die Kassengeschäfte leitet. Die Wahl erfolgt auf die Dauer von 3 Jahren. Nach der Amtsdauer von 3 Jahren ausscheidende Ausschußmitglieder können wieder gewählt werden. Jede Wehr wählt in den Ausschuß einen Vertreter und einen Stellvertreter, damit letzerer im Behinderungsfall des ersten die Wehr vertreten kann.

§7 In jedem Jahr findet ein Kreisverbandstag mit Fest statt u. zwar soll zu diesem Tage den Gesamtwehren über das laufende Geschäftsjahr Bericht erstattet u. von den Gesamtwehren der nächste Verbandstag bestimmt werden. Derselbe soll jedes Jahr an einem anderen Ort stattfinden. Lehnt eine Wehr den Verbandstag des Kreisverbandes ab, so folgt die nächste sich bewerbende Wehr. Tunlichst ist dafür Sorge zu tragen, daß die Wehr, welche das Verbandsfest übernimmt ihr Stiftungsfest mit diesem verbindet.

§8 Falls von den Wehren des Kreisverbandes keine Vertreter zum Verbandstag des rheinischen Feuerwehrverbandes entsendet [wird], kann der Ausschuß unter sich einen Delegierten ernennen, welcher die Wehren auf dem Verbandstage des Feuerwehrverbandes der Rheinprovinz vertritt.

§9 Die entstehenden Unkosten werden durch die Wehren gemeinschaftlich gedeckt u. soll jede Wehr einen jährlichen Beitrag von 20 Pfg. pro Mitglied entrichten. Um den Wehren die Abhaltung des Verbandstages zu erleichtern, wird vom Kreisverband je nach vorhandenen Mitteln ein Zuschuß gewährt, über dessen Höhe der Ausschuß zu bestimmen hat.

§10 Änderungen dieser Statuten können nur durch Generalversammlungsbeschluß auf dem Verbandstage gefaßt werden. Diesbezüglich wie auch andere Anträge von Mitgliedern der Wehren sind mindestens 4 Wochen vor Abhaltung des Verbandstages beim Vorsitzenden einzureichen. Bei sämtlichen Beschlußfassungen ist einfache Mehrheit erforderlich.Der Ausschuss des Kreisfeuerwehrverbandes und der Kreisverbandstag mit der Generalversammlung waren die wichtigsten Organe. Einzelheiten gehen aus den §§ 6, 7 und 10 hervor.

 

1901-1905

Die Gründung des KFV Euskirchen fand am 09. Jun 1901 im Englischen Hof zu Lechenich statt. An diesem Tage erklären folgende Wehren sich zum Eintritt in den Verband bereit:
1. Lechenich, 2. Euskirchen, 3. Zülpich, 4. Gymnich, 5. Liblar, 6. Dirmerzheim, 7. Bliesheim, 8. Borr, 9. Niederberg, 10. Frauenberg, 11. Erp.

Sonntag, 11. Aug 1901 Wahl des Vorstandes in Euskirchen (Tonhalle). Gewählt werden:
Hauptmann J. Bungartz in Lechenich I. Vorsitzender
Hauptmann H. Honnef in Zülpich II. Vorsitzender
Hauptmann J. Beden in Euskirchen, Schriftführer u. Kassierer

Am 06. Okt 1901 findet der erste Verbandstag in Lechenich mit Großübung statt.

17. Nov 1901 Delegiertenversammlung in Zülpich, Lokal Jos. Schmitz.
Dabei wird eine grünweiße Schnur unter dem Achselstück als Abzeichen für den Kreisverband Euskirchen beschlossen.

19. Okt 1902 Vertreterversammlung in Dirmerzheim, Lokal P. Arends, folgende Tagesordnungspunkte werden beschlossen:
Neuwahl des Vorstandes
Statuten für eine Sterbekasse
Als I. Vorsitzender werden Hauptmann Honnef aus Zülpich, als II. Vorsitzender Hauptmann Beden aus Euskirchen und als Schriftführer u. Kassierer Kamerad Heinen aus Gymnich gewählt.

Die Statuten der Sterbekasse lauten:
§1 Die Kasse führt den Namen: Sterbekasse des Feuerwehrverbandes des Kreises Euskirchen.

§2 Zweck: Stirbt ein der Sterbekasse angehörendes Mitglied, so soll den rechtmäßigen Nachkommen ein Beitrag von 30 Mark ausgezahlt werden. Mit der Auszahlung dieses Betrages erlischt jeder weitere Anspruch der Hinterbliebenen an die Sterbekasse des Verbandes.

§3 Mitglied können nur Feuerwehrmänner derjenigen Wehren werden, die dem Kreisverband angehören. Mit Austritt oder Ausschluß eines Feuerwehrmannes einer dem Verbande angehörenden Wehr erlischt jeder Anspruch an die Sterbekasse.

§4 Beiträge: Alle Überschüsse die der Kreisverband aus seinen Einnahmen erzielt, ferner alle Zuwendungen u.s.w. sind unverkürzt der Sterbekasse zu überweisen. Bei jedem vorkommenden Sterbefalle sind von jedem Mitglied des Verbandes 10 Pfg Sterbegeld an die Kasse zu zahlen. Die Einziehung dieser Beträge hat jede Wehr von ihren Mitgliedern selbst zu besorgen und den Betrag an die Sterbekasse zu Händen des Kassierers abzuliefern.

§5 Leitung: Die Leitung der Sterbekasse liegt Händen des Verbandsvorsitzenden und dessen Stellvertreter; die Kassengeschäfte werden vom Verbandskassierer verwaltet, welcher die eingehenden Gelder zinsbar anzulegen hat. Bei Abstimmung gilt einfache Stimmenmehrheit. Bei gleicher Stimmabgabe entscheidet der Vorsitzende.

§6 Sterbefälle: Diese sind längstens innerhalb 8 Tage dem Verbandsvorsitzenden zu melden. Dieser hat umgehend den Kassierer anzuweisen, den bewilligten Betrag gegen ordnungsmäßige Quittung auszuzahlen. Vorgekommene Sterbefälle sind der nächsten Vertreter-Versammlung bekannt zu geben.

§7 Auflösung: Sollte sich der Verband und demgemäß auch die Sterbekasse auflösen, so ist der vorhandene Kassenbestand an die dem Verbande angeschlossenen Wehren, nach Kopfzahl berechnet, auszuzahlen.

07. Jun 1903 Vertreterversammlung in Borr, Lokal Wilh. Rick.
Dabei werden die Wehren von Lommersum und Weilerswist aufgenommen.

13. Mrz 1904 Vertreter-Versammlung in Erp
Der bisherige Vorstand wird per Akklamation wieder gewählt.

12. Jun 1904 4. Verbandstag in Erp.
Wahl eines Übungsausschuss. Der Vorstand wird beauftragt, ein einheitliches Exerzierreglement für den Verband auszuarbeiten.

13. Nov 1904 Vertreterversammlung in Lommersum.
Vorsitzender Hauptmann Honnef erklärt das ausgearbeitete Exerzierreglement. Nach Beratung erfolgt die Annahme.

02. Jul 1905 5. Kreisfeuerwehrtag in Zülpich
Bei der Generalversammlung in Zülpich (25jähriges Bestehen der Wehr Zülpich) kann der Vorsitzende erwähnen, dass 13 Wehren mit über 300 Mitgliedern dem Kreisfeuerwehrverband angehören.

 

1906-1910

05. Aug 1906 6. Verbandstag und Generalversammlung in Liblar
Der Übungsausschuss wird von 3 auf 5 Mitglieder erweitert. Dieser Ausschuss beurteilt die bei allen Tagungen durchgeführten Übungen.

25. Nov 1906 Vertreter-Versammlung in Liblar.
Dabei wird beschlossen, ein Protokollbuch zu beschaffen. Bei dieser Versammlung tritt der bisherige 2. Vorsitzende Beden, Euskirchen zurück. Nachfolger wird Gissinger, Vorsitzender der Euskirchener Wehr.

25. Mai 1907 Vertreter-Versammlung in Gymnich.
Es kommen als Mitglieder im Verband die Wehren aus Friesheim, Metternich und Nemmenich hinzu.

01. Sep 1907 Vertreter-Versammlung in Bliesheim.
Der Vorsitzende weist daraufhin, dass vom Feuerwehrverband Rheinprovinz demnächst Normalsatzungen für die Kreisverbände und Exerzierreglements kommen. Der Feuerwehrverband der Rheinprovinz hat sich 1902 aus dem 1863 gegründeten Rheinisch-Westfälischen Feuerwehrverband ausgegliedert.
Die Feuerwehrverbände machen sich auch Gedanken über die Zusammenarbeit von Wehren im Einsatzfall. Es gibt auch schon soziale Einrichtungen (Aachener und Münchner Kasse, Feuerwehrunfallkasse der Rheinprovinz sowie eine Haftpflicht-Versicherung).

05. Apr 1908 Vertreter-Versammlung in Erp.
Zum Kreisverband gehören inzwischen 28 Wehren. Die neue Untersatzung des Rheinprovinz-Verbandes wird angenommen.

05. Jul 1908 Vertreter-Versammlung und Verbandsfest in Niederberg.
Die neue Uniform-Ordnung wird angenommen. Neu in den Kreisverband sind die Wehren von Bessenich, Rövenich, Wisskirchen, Lövenich, Elsig, Wichterich, Ober-Elvenich, Groß-Vernich, Dürscheven, Kierdorf und Derkum eingetreten.

23. Aug 1908 Vorstands-Versammlung in Weilerswist.
Vom Kreis erhält der Verband eine Beihilfe von 300 M. 150 M werden auf die Wehren Niederberg, Dürscheven und Metternich aufgeteilt. 150 M sind für Verwaltungskosten des Kreisverbandes und Zuschuss für den Feuerwehrtag.
Der Vorstand wird nach der neuen Satzung vom Landesverband Rheinprovinz neu gewählt: Vorsitzender Brandmeister Honnef, Zülpich
Stv. Vorsitzender Oberbrandmeister Gissinger, Euskirchen
Beisitzer Brandmeister Pütz, Lechenich
Beisitzer Brandmeister Badenheuer, Dirmerzheim
Beisitzer Brandmeister Firmenich, Niederberg
Vom Vorsitzenden wird Kamerad Außem, Dirmerzheim zum Kassierer und Kamerad Schmitz, Zülpich zum Schriftführer berufen.

18. Jul 1909 General-Versammlung in Gymnich
Der Vorsitzende empfiehlt allen Wehren des Kreisverbandes in den Rheinischen Verband einzutreten.

18. Sep 1909 Ausschuss-Sitzung in Euskirchen
Vorsitzender und Oberbrandmeister Honnef des Verbandes wird dem Landrat als Kreisbrandmeister vorgeschlagen.

08. Nov 1909 Ausschuss-Sitzung in Zülpich
Vorsitzender und Oberbrandmeister Honnef teilt mit, dass er aus Rücksicht auf seine Gesundheit das Amt des Kreisbrandmeisters nicht antreten kann.

14. Nov 1909 Ausschuss- und Vorstands-Sitzung in Lechenich
Im Mittelpunkt steht die Kreisbrandmeisterfrage. Vom Kreisausschuss wird überraschend Bungarts, Lechenich, dem Regierungspräsidenten als Kreisbrandmeister vorgeschlagen. Der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes wurde offensichtlich nicht gehört.

19. Dez 1909 Ausschuss-Sitzung
Der geschäftsführende Ausschuss des Feuerwehrverbandes befasst sich erneut mit der Ernennung eines Kreisbrandmeisters. Der Vorsitzender Oberbrandmeister Honnef und Oberbrandmeister Gissinger erhalten den Auftrag, einen Gegenbeschluss (Gegenkandidaten) für die nächste Vorstandssitzung auszuarbeiten.

09. Jan 1910 Vorstands-Sitzung in Nemmenich
Der Beschluss der Ausschuss-Sitzung vom 19. Dez. 1909 für einen Kreisbrandmeister wird erneut diskutiert mit dem Ergebnis, dass ein Ausschuss gewählt wird, der diese Angelegenheit mit der Kreisbehörde regeln soll.

24. Apr 1910 Vorstands-Sitzung in Hausweiler
Bei dieser Sitzung stellt der Landrat, Dr. Kaufmann, den ernannten Kreisbrandmeister, Paul Beden aus Euskirchen vor. Der zuerst ernannte Kreisbrandmeister Bungarts, Lechenich, lehnt seine Wahl ab, weil er in Kürze seinen Wohnsitz außerhalb des Kreises Euskirchen einnehmen wird.

26. Jun 1910 General-Versammlung und 10. Kreisfeuerwehr-Verbandstag in Euskirchen
Dabei wird eine Resolution an den Rheinischen Verband beschlossen: Der Rheinische Verband soll darauf hinwirken, dass durch Gesetz die Feuerversicherungen verpflichtet werden, einen gewissen Prozentsatz zu den Kosten des Feuerlöschwesens abzugeben.
Der Vorsitzende Oberbrandmeister Honnef gibt bekannt, dass er aus Gesundheitsgründen sein Amt im Laufe des Jahres niederlegt.

20. Nov 1910 Ausschuss-Sitzung in Zülpich
Neu aufgenommen werden die Wehren Enzen und Hoven.


1911-1915

26. Mrz 1911 Vorstands-Sitzung in Dürscheven
Bei den Neuwahlen wird Brandmeister Badenheuer, Dirmerzheim, für den aus Gesundheitsgründen zurückgetretenen Kameraden Honnef gewählt. Die weiteren Vorstandmitglieder sind:
Stv. Vorsitzender Oberbrandmeister Gissinger, Euskirchen
Beisitzer Brandmeister Firmenich, Niederberg
Beisitzer Brandmeister Gammersbach, Lechenich
Beisitzer Brandmeister Weber, Zülpich
Der bisherige Vorsitzende Oberbrandmeister Honnef, Zülpich, wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

21. Mai 1911 Ausschuss-Sitzung in Euskirchen
Es wird beschlossen, dass vom Kreisverband alljährlich zwei Mitglieder zum Rheinischen Feuerwehrtag fahren.

27. Aug 1911 11. Kreisfeuerwehr-Verbandstag mit General-Versammlung in Weilerswist
Zum Kreisverband gehören jetzt 26 Wehren mit 734 Mitgliedern.

31. Mrz 1912 Vorstands-Sitzung in Euenheim
Neu in den Kreisverband eingetreten sind die Wehren Sinzenich und Pingsheim.

21. Apr 1912 Vorstands-Sitzung in Euskirchen
Oberbrandmeister Gissinger, Euskirchen, hält ein Referat über die „Regelung der nachbarlichen Feuerlöschhilfe“. Beschlossen wird ein Zirkular (alter Ausdruck für Rundschreiben) an die Wehren des Verbandes ergehen zu lassen, damit dieses Problem in den Wehren (Generalversammlung) besprochen wird. Das Resultat ist bis zum 20. Mai an den Kreisverband weiterzuleiten.

16. Jun 1912 Ausschuss- und Vorstands-Sitzung in Dirmerzheim
Im Ausschuss und in der Vorstandssitzung wird vom Vorsitzenden der neu ernannte Kreisbrandmeister Direktor Kolvenbach, Frauenthal, vorgestellt.
Neu dem Kreisverband ist die Wehr Kierdorf beigetreten. Weiter wird beschlossen in Zukunft bei Nachbarbränden unentgeltlich Hilfe zu stellen.

07. Jul 1912 12. Verbandstag in Lommersum
Landrat Dr. Kaufmann stellt den neuen Kreisbrandmeister auch der Generalversammlung vor. Der Kreisbrandmeister empfiehlt die demnächst in Bonn stattfindenden Feuerwehrkurse zu besuchen.

10. Nov 1912 Vorstands-Sitzung in Hoven
Kreisbrandmeister Kolvenbach empfiehlt Feuerwehrutensilien gemeinsam im Kreisverband zu beschaffen. Nach kontroverser Diskussion – man soll auch Geschäftsleute bei den Wehren berücksichtigen – wird der Kreisbrandmeister beauftragt, mit größeren Firmen wegen einheitlicher Preisfestsetzung zu sprechen. Auch wird empfohlen bei dem Bezug von Schläuchen das Stortz-Kupplungssystem zu nehmen.

01. Dez 1912 Ausschuss-Sitzung in Euskirchen
Auf Empfehlung des Ausschusses sollen Feuerwehrpässe und das neue Feuerwehrhandbuch durch die Wehren beschafft werden.

13. Apr 1913 Vorstands-Sitzung in Enzen
Zwei Kameraden, die den Feuerwehrkursus in Mülheim a. d. Ruhr besuchen, erhalten je 25 Mark aus der Verbandskasse.

10. Jun 1913 Ausschuss-Sitzung in Zülpich
Sämtliche Wehren haben sich gemeldet, mit ca. 400 Wehrleuten beim Rheinischen Verbandsfest am Festzug in Bonn teilzunehmen.

09. Nov 1913 Vorstand-Sitzung in Euskirchen
Vor der Sitzung wird von der Euskirchener Wehr mit der neuen Dampfspritze eine Übung durchgeführt. Nach dem Jahresbericht gehören 29 Wehren mit 842 Mitgliedern dem Kreisverband an. Die Hinterbliebenen von verstorbenen Feuerwehrkameraden erhalten 40 Mark Sterbegeld. Vom Rheinischen Verband werden Dienstalterabzeichen eingeführt.

25. Jan 1914 Ausschuss-Sitzung in Zülpich
Dabei wird erwähnt, dass der Rheinische Verband eine neue Kreisbrandmeisterordnung im Entwurf erstellt hat.

29. Mrz 1914 Vorstands-Sitzung in Sinzenich
In den Verbandsausschuss werden gewählt:
Vorsitzender Badenheuer, Dirmerzheim
Stv. Vorsitzender Gissinger, Euskirchen
Beisitzer Proost, Commern (Kommern)
Beisitzer Weber, Zülpich
Beisitzer Gammersbach, Lechenich
Kassierer Außem, Dirmerzheim
Schriftführer Schmitz, Zülpich
Weiter wird die vom Kreis geregelte Feuerlöschhilfe bei Nachbarbränden akzeptiert.

26 Jul 1914 13. Kreis-Feuerwehrtag in Commern (Kommern)
Durch den Eintritt der Wehr Schwerfen besteht der Kreisverband aus 30 Wehren mit 877 Mitgliedern. Erstmals wird erwähnt, dass das von seiner Majestät (Kaiser) gestiftete Feuerwehr-Erinnerungszeichen für 25jährige Mitgliedschaft verliehen wurde. Das vom Rheinischen Verband eingeführte Dienstalterabzeichen wird im Kreisverband nicht eingeführt.
Die Verbandswehren rückten zu 41 Bränden, 37 Unfällen und einmal bei Wassergefahr aus. Das Sterbegeld wird auf 80 Mark und der Sterbebeitrag auf 10 Pfg pro Mitglied und Sterbefall erhöht.

20. Sep 1914 Ausschuss-Sitzung in Zülpich
Der Beitrag von 80 Mark wird auch an die Hinterbliebenen der im Felde gefallenen Feuerwehrkameraden gezahlt.

25. Jul 1915 Jahresversammlung in Euskirchen
Es werden Möglichkeiten diskutiert, die Ernte auf den Feldern gegen Feuergefahr zu schützen.


1916-1920

19. Mrz 1916 Vorstand-Sitzung in Euskirchen
Im Jahresbericht wird erwähnt, dass 30 Mitglieder des Kreisverbandes den Heldentod starben. Bei der Neuwahl des Ausschusses löst Oberbrandmeister Nießen Oberbrandmeister Gissinger, Euskirchen, ab. Brandmeister Weber, Zülpich wird stv. Vorsitzender des Verbandes.

19. Nov 1916 Vorstands-Sitzung in Commern (Kommern)
Wegen des Krieges sind nur Vertreter von 16 Wehren anwesend. Den Wehren des Kreisverbandes wird empfohlen, der Unfallversicherung der Feuerwehren beizutreten.

24. Jun 1917 Vorstands-Sitzung in Euskirchen
Nach dem Gesetz über Hilfsdienst sind von den Wehren geeignete Herren aus den Orten auszuwählen und dem Bürgermeister zu melden. Die gemeldeten Herren müssen bei Übungen und im Brandfall mitwirken. Die Hilfskräfte sind bei der Unfallkasse des Rheinischen Verbandes, nach Meldung und Zahlung des Beitrages, versichert.
In den Ortschaften, in welchen keine Wehren vorhanden sind, sollen Löschzüge mit den entsprechenden Löschgräten organisiert werden. Dies ist von Brandmeistern, ernannt von den Bürgermeistern, durchzuführen, weil der Kreisbrandmeister Kolvenbach verzogen ist.

02. Okt 1918 Vorstands-Sitzung in Euskirchen
Durch Verfügung der zuständigen Wehrmachtsstelle wird für die durch Luftangriffe bedrohten Kreise Euskirchen, Rheinbach, Ahrweiler und Adenau Oberbrandmeister Nießen, Euskirchen, zum Kriegsbrandmeister ernannt. Er ist zuständig für das Löschwesen wichtiger Betriebe und den Ortsfeuerschutz. Sein Wirkungskreis erstreckt sich über 200 Wehren. Auch wird beklagt, dass einige Ortsvorsteher wenig Interesse den Wehren entgegenbringen und den Brandmeistern in ihren Befugnissen große Schwierigkeiten bereiten.

10. Aug 1919 Vorstands-Sitzung in Euskirchen
Bei der Kreisbrandmeisterfrage wird keine Einigung erzielt und man beschließt diesen Punkt auf die nächste Tagesordnung zu setzen.

18. Jan 1920 Vorstands-Sitzung in Euskirchen
Der im Dienste ergraute Kassierer Außem, Dirmerzheim, hat sein Amt niedergelegt. Die Herren Pütz, Lechenich und Schorn, Gymnich, erklären sich bereit bis zur Neuwahl die Kassengeschäfte zu führen.
Es wird beschlossen von Entschädigungen bei Bränden abzusehen und weiterhin die freiwillig übernommenen Pflichten unentgeltlich zu erfüllen.
Der Verwaltung des Kreises Euskirchen werden die Herren Gissinger, Euskirchen und Schmitz, Zülpich, zum Kreisbrandmeister vorgeschlagen.

20. Jun 1920 14. Kreis-Feuerwehrtag in Lechenich
Nach dem Jahresbericht zählt der Kreisverband 32 Wehren mit 800 Mitgliedern. In den Kriegsjahren verlor der Verband 128 Mitglieder. Mit Bleistift wurde dahinter die Zahl 89 geschrieben.
Zum Kreisbrandmeister wird Oberbrandmeister Gissinger, Euskirchen, ernannt.

07. Nov 1920 Vorstands-Sitzung in Euskirchen
Kreisbrandmeister Gissinger berichtet über den Unterrichtskursus in Köln und empfiehlt diesen lehrreichen Kurs zu besuchen.
Zum Verbandsausschuss werden gewählt:
Vorsitzender Badenheuer, Dirmerzheim
Stv. Vorsitzender Weber, Zülpich
Beisitzer Proost, Commern (Kommern)
Beisitzer Kolvenbach, Lechenich
Beisitzer Schäfer, Euskirchen
Schriftführer Schmitz, Zülpich
Kassierer Schorn, Gymnich


1921-1925

30. Jun 1921 Ausschuss-Sitzung in Euskirchen
Brandmeister Drechmann, Gymnich, übernimmt die Kassengeschäfte für den verstorbenen Brandmeister Schorn, Gymnich.

17. Jul 1921 Feuerwehrtag in Groß-Vernich
Der Sterbebeitrag wird auf 20 Pfg pro Mitglied erhöht und das Sterbegeld auf 100 Mark festgesetzt.

21. Nov 1921 Vorstands-Sitzung in Lechenich
Über den Rheinischen Feuerwehrtag in Linz wird berichtet. Einstimmig wird beschlossen, in die höchste Stufe der Unfallversicherung einzutreten.
Die Wehren Lechenich und Liblar stellen den Antrag, der Verband möge bei der Interalliierten Kommission in Coblenz (Koblenz) um Erlaubnis nachzusuchen, den Brandmeistern das Tragen der Degen zu gestatten. Der Antrag wurde in den Ausschuss verwiesen.
Für 10-, 20- und 30jährige Mitgliedschaft werden Diplome überreicht.

02. Jul 1922 16. Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Liblar
Zum Kreisverband gehören 31 Wehren mit 800 Mitgliedern.

26. Nov 1922 Herbst-Vorstandssitzung in Weilerswist
Der Jahres- und Herbstbeitrag wurde für 1923 auf 50 Mark pro Mitglied festgesetzt, das Sterbegeld auf 1 500 Mark.

17. Jun und 01. Jul 1924 Ausschuss-Sitzungen in Euskirchen
In beiden Sitzungen wird über den Wiederaufbau des Verbandes und der Sterbekasse gesprochen. Durch die Geldentwertung mussten die Beträge neu festgelegt werden. Der Jahresbeitrag beträgt 50 Pfg.

17. Aug 1924 Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Dirmerzheim
Neu in den Kreisverband treten die Wehren von Bessenich , Ober-Elvenich, Weiler und Wichterich ein. Der Verband zählt jetzt 33 Wehren mit über 800 Mitgliedern. Für 40jährige aktive Mitgliedschaft wird das vom Preußischen Landes-Feuerwehr-Verband neu gestiftete Erinnerungszeichen verliehen.

21. Jun 1925 Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Erp
Nach dem Jahresbericht zählt der Verband 38 Wehren mit ca. 900 Mitgliedern. Dazu gekommen sind die Wehren von Rövenich und Sinzenich.
Nach einem Vortrag über die Haftpflichtversicherung wird es als notwendig erkannt, die Unfallversicherung der Wehrleute zu erweitern. Mit der weiteren Ausarbeitung dieser Angelegenheit wird der Ausschuss betraut.

08. Nov 1925 Herbstvorstands-Sitzung in Wisskirchen
Bei der Versicherungsangelegenheit wird beschlossen, jede Gemeinde müsse die Wehrleute genügend versichern. Innerhalb des Verbandes stößt dies auf Schwierigkeiten.
Die Neuwahl des Verbandsausschusses ergibt folgende Zusammensetzung:
Vorsitzender Brandmeister Badenheuer, Dirmerzheim
2. Vorsitzender Brandmeister Weber, Zülpich
Beisitzer Schäfer, Euskirchen
Beisitzer Proost, Commern (Kommern)
Beisitzer Embgenbroich, Enzen
Schriftführer Schmitz, Zülpich
Kassierer Drechmann, Gymnich


1926-1930

18. Apr 1926 Ausschuss-Sitzung in Zülpich
Bei dieser Sitzung wird der Bauunternehmer Paul Bungarten aus Euskirchen als Kreisbrandmeister dem Landrat vorgeschlagen, obwohl er nicht aktiv Mitglied einer Feuerwehr ist. Der Ausschuss ist der Auffassung, dass Herr Bungarten sich als Architekt und Bauführer schnell in die Materie der Feuerwehr einarbeiten wird.

13. Jun 1926 Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag und 25 jährige Jubelfeier des Verbandes in
Commern (Kommern)
Dieses Jubiläum und der Kreisfeuerwehrtag werden gebührend gefeiert.
Der Landrat, Geheimrat Dr. Kaufmann stellt den neuen Kreisbrandmeister Paul Bungarten, Euskirchen, vor. Die Euskirchener Wehr beantragt zu beschließen, dass die Kosten der nachbarlichen Löschhilfe von der anfordernden Gemeinde übernommen werden soll. Es sind die Kosten der ausfallenden Arbeitstunden der Wehrleute sowie ein Prozentsatz für den Materialverschleiß zu erstatten.

06. Feb 1927 Ausschuss-Sitzung in Lechenich
Der Vorsitzende informiert den Ausschuss über die Neugründung der Wehren Antweiler und Blessem und deren Beitritt zum Kreisverband.
Dem Vorstand wird vorgeschlagen bei Nachbarhilfe 50 Pfg pro Stunde zu nehmen. Bei Nachtwachen 1 Mark pro Stunde zu gewähren.
Bei der Übung der Lechenicher Wehr wird erwähnt, dass der Sturmangriff durch eine Motorspritze der Fa. Aug. Hönig, Köln-Nippes, unterstützt wird.

04. Apr 1927 Ausschuss-Sitzung in Zülpich
Dabei nimmt der Ausschuss auch an einer mehrstündigen Vorführung von zwei Motorspritzen teil.

01. Mai 1927 Vorstands-Sitzung in Dirmerzheim
Der Vorsitzende des Kreisverbandes und Gründer der Dirmerzheimer Wehr, Brandmeister Badenheuer, wird für 40jährigen Dienst mit einem Diplom und Erinnerungszeichen geehrt.
Man beschließt die Anschaffung von Feuerwehrpässen im Kreisverband.
Die nachbarliche Feuerlöschhilfe und die Höhe des Sterbegeldes werden, wie vom Ausschuss (06.02.27) vorgeschlagen, genehmigt.

17. Jul 1927 Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Gymnich
Kreisbrandmeister Bungarten berichtet über den Besuch von 55 Orten im Kreis. Er schildert erschöpfend den Zustand der Wehren, bemängelt besonders die Beschaffenheit der Gerätehäuser und das Wehren nur auf dem Papier stehen.
Der Kreisverband zählt 41 Wehren mit 1 100 Mitgliedern.
Zum Abschluss des Kreisfeuerwehrtages nehmen ca. 800 Wehrleute am Festzug teil.

11. Sep 1927 Ausschuss-Sitzung in Commern (Kommern)
Kreisbrandmeister Bungarten erstattet einen eingehenden Bericht über den Stand der Wehren. Daraufhin wird beschlossen, die neu gegründeten bzw. die sich bildenden Wehren zu besuchen und zu revidieren, damit die Ausrüstung und Uniformierung vollständig wird.

25. Mrz 1928 Ausschuss- und Vorstands-Sitzung in Euskirchen
Am 24. März findet eine Tagung des Rheinischen Provinzial-Feuerwehrverbandes in Euskirchen statt. Die Mitglieder des Rh. Provinzial-Feuerwehrverbandes beteiligen sich auch an der Ausschuss- und Vorstandssitzung des Kreisverbandes.
Der Kreisfeuerwehrverband Euskirchen erwartet, dass bei Nachbarhilfe bei Bränden, so wie sie im Kreis Euskirchen seit langem geregelt ist, auch für die Hilfe der benachbarten Kreise durch Verordnung des Herrn Oberpräsidenten gelöst wird. Weiter wird die Übergabe eines Brandobjektes an die örtliche Wehr oder an die Polizei geregelt.
Es wird gewünscht, dass die Wehren nur einmal im Jahr ein geselliges Zusammensein mit Charakter einer Familienfeier durchführen.
Den 43 Wehren des Kreisverbandes wird empfohlen besonders bei abgelegenen Orten Sanitätsabteilungen aufzubauen.

24. Jun 1928 Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Enzen
Über die Regulierung von Brandschäden an persönlichem Eigentum der Wehrleute kann keine Einigung erzielt werden. Deshalb wendet sich der Vorsitzende zur Klärung an den Rheinischen Verband.

07. Okt 1928 Herbstvorstands-Sitzung in Köttingen
In den Verbandsausschuss werden gewählt:
1. Vorsitzender Badenheuer, Dirmerzheim
Stv. Vorsitzender und Schriftführer Schmitz, Zülpich
Kassierer Dieckmann, Gymnich
Beisitzer Schäfer, Euskirchen
Beisitzer Proost, Commern (Kommern)
Beisitzer Embgenbroich, Enzen
Beisitzer Gierlich, Lechenich

09. Jun 1929 Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Kierdorf
Die 43 Wehren des Kreisfeuerwehrverbandes haben über 1 100 Mitglieder. Die Verbandskasse erhielt von der Kreisverwaltung einen Zuschuss von 500 Mark.
Die Verleihung der Polizeirechte während eines Brandes an einen Brandmeister muss beim Bürgermeisteramt beantragt und vom Regierungspräsidenten genehmigt werden.

11. Mai 1930 Frühjahrsvorstands-Sitzung in Gymnich
Über das Verhalten bei Festzügen sowie Ehrenbezeugungen erfolgt eine ergiebige Aussprache.

13. Jul 1930 29. Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Zülpich
Nach dem Verbandsschriftführer umfasst der Kreisverband 40 Wehren mit über 1 200 Mitgliedern. Zum Schluss führt die Zülpicher Wehr eine Übung durch, bei der eine mechanische Leiter eingesetzt wird.

19. Okt 1930 Herbstvorstands-Sitzung in Pingsheim
Herr Mink, Rheydt, Verbandssekretär des Rheinischen Feuerwehrverbandes erläutert die Versicherung für einen Feuerwehrmann. Dabei wird hervorgehoben, dass der Feuerwehrmann bei jedem Dienst, sei es beim Brand, bei der Übung, in Versammlungen sowie bei Festen hinreichend versichert ist, wenn ihm ein Unfall zustoßen sollte.
Der Vorsitzende berichtet in kurzen Zügen über die notwendige Einrichtungen der Feuerwehrfachschule in Coblenz (Koblenz). Vor einem Besuch dieser Schule für eine ausgiebige Ausbildung des Feuerwehrmannes bzw. des Führers muss erst die Finanzierung geklärt werden.

 

1931-1934

12. Jan 1931 Ausschuss-Sitzung in Euskirchen
Eingehend wird der Entwurf einer Unfallverhütungs-Vorschrift für die Betriebe der Feuerwehren besprochen. Über den Besuch der Feuerwehrfachschule wird erneut beraten und beschlossen, in diesem Jahr wenigstens einen Vertreter zu entsenden.

17. Mai 1931 Frühjahrsvorstands-Sitzung in Lommersum
Kreisbrandmeister Bungarten erläutert die neuen behördlichen Verfügungen. Besonders hervorgerufen wird, dass in allen Gemeinden, die keine freiwillige Feuerwehr haben, eine Pflichtfeuerwehr eingerichtet werden müsse.

06. Jul 1931 Ausschuss-Sitzung in Sinzenich
Bei der Übung der Sinzenicher Wehr sind auch ein Gerätewagen und eine Ausziehleiter beteiligt.

26. Jul 1931 Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Sinzenich
Gleichzeitig feiert die Wehr Sinzenich ihr 50jähriges Bestehen.
In der letzten Zeitschrift „Der Feuerwehrmann“ ist ein Bericht enthalten, der sich mit den Polizeirechten beim Brandfall befasst.

17. Apr 1932 Frühjahrsvorstands-Sitzung in Wisskirchen
Nachbarliche Löschhilfe und Motorspritzen in ländlichen Gemeinden werden in einem ausführlichen Fachvortrag behandelt.

14. Aug 1932 Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Euskirchen
Kreisbrandmeister Bungarten hält einen Vortrag über das Thema „Die Tätigkeit der Feuerwehr bei Luftangriff“. Weiter werden zwei Lehrfilme des Rheinischen Feuerwehrverbandes vorgeführt.

16. Okt 1932 Herbstvorstands-Sitzung in Nemmenich
An diesem Tage feiert die Nemmenicher Wehr ihr 25jähriges Bestehen. Die Wahl des Verbandsausschusses wird nach einer lebhaften Aussprache verschoben, weil durch die Aufteilung des Kreises Rheinbach ein Teil der Wehren zum Kreis Euskirchen kommen.

30. Apr 1933 Frühjahrsvorstands-Sitzung in Borr
Damit verbindet die Wehr Borr ihr 50jähriges Jubiläum. Es folgte ein ausführlicher Bericht über den Besuch der Feuerwehrfachschule in Coblenz (Koblenz).

20. Jun 1933 Ausschuss-Sitzung in Euskirchen
Der Vorsitzende gibt der Versammlung ein Schreiben des Landrates Mertens bekannt, worin eine Herabsetzung der Beihilfe der Ausschussmitglieder zum Besuche von Sitzungen erwünscht wird.

06. Aug 1933 Ordentlicher Kreisfeuerwehrtag in Erp
In den Kreisverband sind aus dem früheren Kreis Rheinbach die Wehren von Arloff, Cuchenheim (Kuchenheim), Esch (Dom-Esch), Großbüllesheim, Iversheim, Mahlberg, Müggenhausen, Münstereifel, Schönau und Strassfeld eingegliedert worden. Damit gehören dem Kreisverband Euskirchen 52 Wehren an.
Im Brandbericht sind außer Kaminbränden 10 Scheunenbrände, 9 Wohnhausbrände, 6 Stallbrände, 3 Lagerschuppen, 14 Zimmerbrände, 2 Fabrikbrände und 4 Waldbrände zu verzeichnen.
Der Beitrag mit 1,25 Mark pro Mitglied wie bisher belassen. Das Sterbegeld wird auf 100 Mark pro Sterbefall festgesetzt.

27. Nov 1933 Ausschuss-Sitzung in Euskirchen
In Kürze soll eine Sitzung in Euskirchen folgen, bei der die Vorsitzenden der Wehren aus dem aufgeteilten Kreis Rheinbach eingeladen werden.

06. Dez 1933 Ausschuss-Sitzung in Euskirchen
Aus dem Bericht über eine Sitzung in Düsseldorf ist vermerkt, dass die Aussprache vertraulich behandelt werden musste und deshalb eine Niederschrift nicht gemacht wird.

07. Mrz 1934 Ausschuss-Sitzung in Dirmerzheim
Die neue Mustersatzung für Kreisfeuerwehrverbände wird eingehend besprochen.

Mit diesen beiden Sitzungen endet das erste Protokollbuch des Kreisfeuerwehrverbandes Euskirchen. Offenbar hat hier das von den Nationalsozialisten erlassene „Gesetz über das Feuerlöschwesen“ vom 15. Dez. 1933 und die „Mustersatzung der örtlichen Vereine der Freiwilligen Feuerwehren“ durch den Runderlass des MdJ. vom 13. Jan 1934 eine entscheidende Rolle gespielt.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 13. November 2010 um 17:38 Uhr