Kreisfeuerwehrverband Euskirchen e.V.

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Erfolgreicher Jugendgruppenleiterlehrgang

VOGELSANG. Rauch steigt auf, die Flammen schlagen aus dem Dach, die Sirenen heulen und die ersten Feuerwehrfahrzeuge nähern sich dem Brand - Innerhalb von wenigen Minuten sind wir, die Freiwillige Feuerwehr, da und löschen den Brand.

Damit dieser Schutz gewährleistet werden kann, sind eine fundamentale Ausbildung zum Feuerwehrmann und der dafür benötigte Nachwuchs unerlässlich. Bereits mit zehn Jahren ist es Jugendlichen möglich, in die Jugendfeuerwehr einzutreten.

Um den wachsenden Ansprüchen der heutigen Zeit in der Jugendarbeit und insbesondere der Jugendfeuerwehr gerecht werden zu können, ist eine Ausbildung zum qualifizierten Jugendwart wichtig. In der Jugendfeuerwehr sind diese Jugendfeuerwehrwarte für die Ausbildung des Feuerwehr-Nachwuchses verantwortlich. Um diesen verantwortungsvollen Posten besetzen zu können, muss ein Jugendgruppenleiterlehrgang absolviert werden. Genau diesen Lehrgang haben in den vergangenen Monaten 18 Feuerwehrmitglieder im Alter von 17 bis 48 Jahren aus dem Kreis Euskirchen gemeinsam auf Vogelsang gemeistert und freuen sich nun auf die spannende Arbeit mit den Jugendfeuerwehrmitgliedern.

Der Lehrgang setzte sich aus einer Menge Themen rund um Jugendarbeit zusammen. Diese reichten von allgemeinen Themen, wie „Recht“ und „Gruppendynamik“, bis hin zu speziellen Themen wie z. B. „Übungsdienstgestaltung“ und „teamfördernde Maßnahmen“. Die Unterrichtsinhalte waren zum Teil sehr amüsant. Unter anderem lernten die Teilnehmer viele neue teamstärkende Spiele kennen, die in der Gruppe direkt ausprobiert wurden, zu viel Spaß im Lehrgang führten und die Stimmung immer wieder aufheiterten. Diese Spiele lockerten die Stimmung auch nach theorielastigen Themen wie „Recht“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ auf.

Es gab jedoch auch sehr ernst zu nehmenden Aspekte, die bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht außer Acht zu lassen sind, wie die Themen „sexuelle Gewalt“ und „Kindeswohlgefährdung“.

Manch einer fragt sich wohl, ob wir nun das ganze Wochenende lang im Schulungsraum saßen und nicht anderes gemacht haben, als die verschiedenen Unterrichtsinhalte zu diskutieren? Natürlich nicht – Denn um in einen anstrengenden und lehrreichen Tag starten zu können, kochten schon früh morgens die ersten Lehrgangsteilnehmer den duftenden Kaffee, andere wiederum holten die frischen Brötchen und auch der Rest der Gruppe organisierte in Eigenregie das gemeinsame Frühstück. Und auch abends ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Der Lehrgang wurde so an insgesamt zwei Wochenenden durchgeführt. Um den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken wurde auf Vogelsang im Transit59 übernachtet und gemeinsam das Essen gekocht.

Ziel des ganzen Lehrgangs war es, den angehenden Jugendwarten die wichtigsten Basics mit Hilfe der angesprochenen Unterrichtsinhalte zu vermitteln, ihnen Anreize für die Arbeit in ihren eigenen Standorten zu geben und aufkommende Fragen und Probleme gemeinsam zu lösen. So fand untereinander ein reger Informationsaustausch statt, der durch den Altersunterschied und die damit auch verbundenen Erfahrungswerte zu einer guten Zusammenarbeit in der Gruppe führte.

Bei der ganzen Zeit, die man für die Freiwillige Feuerwehr investiert und auch genauso gut mit seinen Freunden und der Familie hätte verbringen können, stellt man sich die Frage: „Warum opfert man überhaupt soviel Zeit?“.

Diese Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten: In erste Linie muss einem die Arbeit mit den Jugendlichen gefallen. Außerdem fühlt es sich einfach gut an, das Wissen, welches man selber mal erlernt hat, an andere weiter zu geben und mit anzusehen wie eine Gruppe zusammenwächst und der Teamgeist gestärkt wird.

Unser Fazit: Auch wenn der Lehrgang eine Menge Zeit und Kraft in Anspruch genommen hat, haben wir sehr viel gelernt und hatten großen Spaß zusammen. Wir danken den engagierten Ausbildern und Dozenten, die sich die Zeit genommen haben, diesen erlebnisreichen Lehrgang zusammen mit uns zu gestalten.